Der Luxor Tempel

Der Luxor Tempel zählt nicht nur zu den bedeutendsten Monumenten Ägyptens, sondern ist auch eines der am besten erhaltenen Baudenkmäler des Landes. Errichtet wurde der Tempel in den Jahren 1390 bis 1352 vor Christus von Amenophis III. Allerdings vermuten Archäologen, dass er auf den Ruinen einer wesentlich älteren Kultstätte erbaut wurde. In der Antike waren der Luxor-Tempel und die Tempelanlage von Karnak durch eine 2,5km lange Sphingenallee miteinander verbunden. Heute steht der Tempel, der über die Jahrtausende hinweg von den verschiedensten Herrschern erweitert wurde, im Herzen der Stadt Luxor. Wieder entdeckt wurde der Tempel von Luxor Ende des 19. Jahrhunderts von dem berühmten Archäologen Gaston Maspero. Die Ausgrabungsarbeiten jedoch dauern bis heute an und erst 1989 machte man einen weiteren bedeutenden Fund, bei dem diverse hervorragend erhaltene Statuen entdeckt wurden. Diese stehen heute neben anderen beeindruckenden Fundstücken im Museum von Luxor.

Bereits der Anblick am Eingang zum Tempel hinterlässt bei seinen Besuchern einen imposanten Eindruck und gibt den Blick frei auf eine stehende und zwei sitzende Statuen von Pharao Ramses II. Von den beiden Obelisken, die einst vor den Statuen standen, ist nur noch eine vorhanden. Wer den zweiten bewundern möchte, findet diesen auf dem Place de la Concorde in Paris. Mohammed Ali machte den Obelisken im Jahre 1836 Frankreich zum Geschenk.

Im Wesentlichen erfüllte der Tempel zwei Funktionen. Zum einen wurden während des jährlichen Opet-Festes die Statuen des Amun, der Mut und des Chon von der Tempelanlage in Karnak durch die Sphingenallee hierher gebracht. Die zweite Funktion des Tempels war die jährlich am Neujahrstag stattfindende Erneuerung der Vergöttlichung des Königs, die hier vollzogen wurde.

Seit 1979 ist diese beeindruckende Tempelanlage Teil des UNESCO Weltkulturerbes und ein Besuch des Luxor-Tempels gehört sozusagen zum Pflichtprogramm bei jedem Aufenthalt in Luxor.